Erzgebirge von A bis Z

Das Erzgebirge. Die Erlebnisheimat von A bis Z

Das Erzgebirge – die natürliche Grenze zwischen Sachsen und Tschechien – ist 300 Millionen Jahre alt – und in Europa einzigartig. Geprägt wurde das ostdeutsche Mittelgebirge vor allem durch seine Bergbaukultur. So trägt es seit der Entdeckung großer Erzvorkommen seinen heutigen Namen. Bereits 1168 schürften hier Bergleute nach dem ersten Silber. Auch Zinn und Steinkohle wurden hier gefördert. Nirgendwo in Deutschland gibt es heute so viele Sachzeugen aus dem Bergbau des Mittelalters und der beginnenden Neuzeit, so viele Bau- und Kunstwerke mit bergmännischem Bezug wie im Erzgebirge.

Autoland Erzgebirge

Im Erzgebirge steht eine Wiege des deutschen Automobilbaus, denn vor über 100 Jahren baute August Horch in Zwickau seine ersten Fahrzeuge. Seither ist der deutsche Automobil- und Motorradbau mit Namen wie Audi, DKW, Wanderer, Auto Union, Barkas, Trabant und den aktuellen Fertigungsstätten von BMW, Porsche und Volkswagen in Leipzig, Dresden und Zwickau-Mosel verknüpft. Der "Sachsenring" in Hohenstein-Ernstthal ist eine der traditionsreichsten Rennstrecken in Deutschland. In diesem Jahr feiert er seinen 85. Geburtstag.
Tipps: Von der reichen Tradition im Autoland Erzgebirge kann man sich beispielsweise im Zwickauer August-Horch-Museum, einem der modernsten Technikmuseen Deutschlands, überzeugen. Auch Zweiradfans kommen auf ihre Kosten: Auf Schloss Augustusburg und auf Schloss Wildeck in der MZ-Stadt Zschopau sind zwei beeindruckende Motorradausstellungen zu sehen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Trabantfahrer- Treffen im Juni, sowie im August die Oldtimer-Rallye Sachsen Classic, die Oldtimerausfahrt Horch Klassik in Zwickau und die Historic Rallye Erzgebirge. (Text: TVE)

Bergbau

Alles kommt vom Bergbau her: Seit die Erzgebirger vor mehr als 800 Jahren entdeckten, dass ihr Boden reich an Rohstoffen ist, entstanden unzählige Stollen und Schächte, Hammerwerke und Schmelzhütten. Mit der folgenden Silbergräberstimmung – dem sogenannten Berggeschrey – entwickelte sich nach und nach eine moderne Industrieregion, deren Ruf tausende Menschen folgten. Sehr lange gab der Bergbau den Takt an. Aus ihm entwickelten sich die Weihnachtstradition und die Handwerkskunst des Erzgebirges sowie Sitten und Gebräuche, die bis heute lebendig sind. Die Zeugen der verschiedenen Bergbauepochen sind heute vor allem entlang der Sächsisch-Böhmischen SILBERSTRASSE zu erleben. Knapp 30 Besucherbergwerke und jährlich rund 20 Bergparaden vermitteln einen Eindruck vom Leben der Bergleute. Auf Entdeckungstour laden außerdem die historische Bergstädte mit ihren prächtigen Hallenkirchen sowie zahlreiche Bergbaudenkmale ein. Heute strebt das Erzgebirge mit der „Montanregion Erzgebirge„ den Titel „Unesco-Weltkulturerbe„ an.
Tipp: Jedes Jahr im Juli erinnert der Bergstreittag in Schneeberg an einen der ersten Lohnstreiks überhaupt. 1496 sollte den Bergleuten der Wochenlohn um einen Groschen gekürzt werden, worauf die Schneeberger Knappen beschlossen, für diesen einen Groschen zu kämpfen. Dabei ließen sie sich auch von Geharnischten nicht schrecken und konnten so ihre Forderungen durchsetzen. (Text TVE)

Bergwelt

Auf etwa 130 Kilometern Länge und durchschnittlich 35 Kilometern Breite erstreckt sich das Erzgebirge in der Grenzregion zwischen Sachsen und Böhmen – vom Auersberg im Westen bis zum Geisingberg im Osten. Das etwa 300 Millionen Jahre alte Pultschollengebirge steigt von Norden aus langsam an, bevor es nach Süden steil abfällt. Die höchsten Erhebungen auf sächsischer Seite sind der Fichtelberg (1.215 m) bei Oberwiesenthal, der Auersberg (1019 m) bei Johanngeorgenstadt, der Kahleberg (905 m) bei Altenberg, der Bärenstein (898 m) bei Bärenstein, der Pöhlberg (832 m) bei Annaberg-Buchholz, der Geisingberg (824 m) bei Geising und der Scheibenberg (807 m) mit seinen 40 Meter hohen Basaltsäulen, den „Orgelpfeifen„. Der höchste Berg des Erzgebirges befindet sich auf tschechischer Seite gegenüber dem Fichtelberg: der 1244 Meter hohe Keilberg/Klinovec. Der tschechische Name des Erzgebirges lautet übrigens Krusné hory.
Tipp: Die Kammloipe von Schöneck nach Johanngeorgenstadt gilt als eine der schönsten und schneesichersten Loipen Deutschlands und lockt im Winter Langläufer und Skiwanderer ins Erzgebirge. (Text TVE)

Einzigartig

Haben Sie gewusst, dass die höchste Stadt Deutschlands im Erzgebirge liegt? Dieser Titel schmückt die Stadt Kurort Oberwiesenthal am Fichtelberg mit 914 Metern über dem Meeresspiegel. Das Erzgebirge hat aber noch mehr Rekordverdächtiges und Einzigartiges zu bieten:

 Von Oberwiesenthal führt die älteste Kabinen-Pendelbahn Deutschlands (1924 eröffnet) auf den Fichtelberg.

 Der Gipfel des Fichtelbergs ist der höchste Punkt Ostdeutschlands.

 Die 40 Meter hohen Basaltsäulen am Scheibenberg sind in dieser Art und Form einmalig in Europa.

 Europas größte Zinnkammern befinden sich im Besucherbergwerk Pöhla.

 Die Saigerhütte Grünthal ist das einzige Denkmal der Buntmetallurgie in Europa.

 Weltweit einmalig ist die Handwerkskunst des Reifendrehens in Seiffen.

 Auch das Spanbaumstechen ist ein Handwerk, das es nur im Erzgebirge gibt.

 Das einzige Nussknackermuseum Europas ist in Neuhausen zu besichtigen.

 Deutschlands einziges Strumpfmuseum befindet sich in Gelenau.

 Die Zwickauer Priesterhäuser am Domhof 5–8 gehören zu den ältesten Wohnbauten in Mitteldeutschland und wahrscheinlich sogar im gesamten Bundesgebiet.

(Text: TVE)

Eisenbahnromantik

Spannende Anekdoten aus längst vergangenen Zeiten erzählen die Dampfeisenbahnen, die zischend und schnaufend durch die erzgebirgische Bilderbuchlandschaft fahren. Von ehemals 19 Schmalspurbahnen in Sachsen haben sich im Erzgebirge vier Bahnen mit der Spurweite von 750 Millimetern erhalten. Auf insgesamt 56 Kilometern Gesamtlänge führen die Fichtelberg-, Preßnitztal- und Weißeritztalbahn sowie der Museumsbahn Schönheide durch verträumte Dörfer und idyllische Täler. An 5-6 Wochenenden im Jahr bietet die Erzgebirgische Aussichtsbahn herrliche Panoramen zwischen Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz. Die sogenannten „Ferkeltaxis„ bieten dabei auch thematisch eine große Bandbreite an Unterhaltung während der Fahrt.
Bemerkenswert: Dahinter steckt jede Menge ehrenamtliche Vereinsarbeit, denn die meisten Heizer, Lokführer, Mechaniker und

Fahrscheinkontrolleure sind Erzgebirger, die ihre Arbeit aus Liebe zu den alten Stahlkolossen tun.
Tipp: Technikliebhaber und Eisenbahnfreunde kommen im sächsischen Schmalspurbahn-Museum Rittersgrün voll auf ihre Kosten. Neben der ständigen Ausstellung zur Entwicklung der sächsischen Schmalspurbahnen können die Besucher hier verschiedene historische Lokomotiven, Personenwagen, Draisinen, einen Bahnpostwagen von 1892 und sogar eine Lokschlosserwerkstatt aus nächster Nähe betrachten. Dazu sind Fernmelde- und Signaltechnik, Fahrkartendrucker, alte Eisenbahnuniformen und vieles mehr ausgestellt. (Text: TVE)

Erlebnis Erzgebirge

Das Erzgebirge bietet für jeden ein ganz persönliches Urlaubserlebnis: Von grenzüberschreitenden Wander- und Mountainbiketouren, über Drachen- und Gleitschirmfliegen, Klettern, Jagen, Minigolfspielen und Surfen bis hin zu Klöppeln, Töpfern, Schnitzen oder Basteln. Zum Erholen laden über 70 Freibäder und Badeseen, 10 Erlebnis- und Gesundheitsbäder und über 20 weitere Hallen- und Hotelbäder ein. Dazu bieten mehrere Thermen und Heilbäder Wellness- und Wohlfühlprogramme. Wer es rasant mag, ist auf einer der Sommerrodelbahnen in Altenberg, Augustusburg, Oberwiesenthal und Seiffen genau richtig. Im Winter kann man sich beim Gästebobfahren auf der Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg mit über 100 Sachen in den Eiskanal stürzen. In über 20 Orten gibt es Tennisanlagen und die 18-Loch-Golfanlage Augustusburg-Gahlenz bietet Einsteigern wie Profis beste Trainingsmöglichkeiten. (Text: TVE)

Erlebnisheimat Erzgebirge

Seit 2011 vermarktet sich die Tourismusdestination unter der Dachmarke Erlebnisheimat Erzgebirge. Herzlichkeit und Frische, Bodenständigkeit und Heimatgefühl verbunden mit den jahrhundertealten Bergbautraditionen sind der Kern der neuen Marke. Angebote und Produkte sind in vier Themenbereiche gegliedert, die bei den Gästen für mehr Orientierung und ein klares Profil sorgen. Das ist auch das Ziel des neuen Erscheinungsbildes, das darüber hinaus Partnern und touristischen Anbietern Beteiligungs- und Anschlussmöglichkeiten bietet, um die Region gemeinsam zu vermarkten. (Text: TVE)

Erzgebirgscard

Das bunte Vielfalt des Erzgebirges günstig erleben – mit der ErzgebirgsCard. Damit erhalten die Inhaber in rund 100 Einrichtungen freien Eintritt und etwa 30 attraktive Ermäßigungen im gesamten Erzgebirge. Die ErzgebirgsCard gilt im Gültigkeitszeitraum als Fahrausweis auf allen Bus- und Straßenbahnlinien sowie in den Zügen des Nahverkehrs im Verbundraum des Verkehrsverbundes Mittelsachsen. In den „Echt Erzgebirgischen Landgasthöfen„ gibt es verschiedene Vergünstigungen in Verbindung mit einem Restaurantbesuch.
Die ErzgebirgsCard gilt für 48 Stunden oder an 4 frei wählbaren Tagen innerhalb eines Kalenderjahres. Beim Kauf der ErzgebirgsCard erhalten Sie gratis den Freizeitführer Erzgebirge. Erhältlich ist die ErzgebirgsCard bei den beteiligten Einrichtungen, allen angeschlossenen Touristinformationen und Fremdenverkehrsämtern (Text: TVE)

Feste im Erzgebirge

Die Erzgebirger sind ein feierfreudiges Völkchen. Jährlich ziehen Hunderte Feste und Feierlichkeiten Gäste aus nah und fern in ihren Bann – von Ortsjubiläen über Kunst und Kirmes bis hin zu den weihnachtlichen Bergparaden.
Die Annaberger Kät in Annaberg-Buchholz ist das älteste Volksfest im Erzgebirge. Sie wird seit 1520 gefeiert und findet immer zwei Wochen nach Pfingsten statt. Der Bergstreittag in Schneeberg erinnert jedes Jahr am 22. Juli an einen der ersten Lohnstreiks überhaupt. Das Bergstadtfest in Freiberg lockt mit Konzerten, Theateraufführungen, Sportaktionen und jeder Menge Vorführungen des erzgebirgischen Brauchtums. Mit dem Lichtelfest in Schneeberg, das immer am 2. Advent stattfindet, wird an die Sehnsucht der Bergmänner nach Licht erinnert. Auch die großen Bergparaden in der Weihnachtszeit, zum Beispiel in Annaberg-Buchholz oder Schwarzenberg, sind eine Remineszenz an die Arbeit der Bergmänner.
Auf eine 95-jährige Tradition kann der Skifasching in Oberwiesenthal zurückblicken. Und beim Wintertreffen der Motorradfreunde auf Schloss Augustusburg, jeweils am ersten Wochenende im Januar, trotzen jedes Jahr Hunderte Biker und mehrere Tausend Schaulustige den eisigen Temperaturen. (Text: TVE)

Fichtelberg

Ob rasante Abfahrten, ausgedehnte Skilanglauftouren oder sportliche Snowkite- und Halfpipefahrten – der Fichtelberg ist eines der bedeutendsten Wintersportzentren Deutschlands und mit 1215 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Punkt Ostdeutschlands. Zwischen November und März sind die zehn Skipisten mit einer Gesamtlänge von über 15 Kilometern sowie drei Doppelschleppliftanlagen, eine Vierersesselbahn und eine Großkabinenbahn in der Regel in Betrieb. Im Sommerhalbjahr ist der Fichtelberg eines der vielen lohnenswerten Wanderziele des Erzgebirges, das zu den schönsten Wanderregionen Deutschlands zählt.
Tipp: Am besten und schönsten erreicht man den Gipfel des Fichtelbergs mit der ältesten Luftseilbahn Deutschlands, der Fichtelberg-Schwebebahn in Oberwiesenthal. Seit 1924 fährt sie täglich hoch hinauf, wo es den schönsten Ausblick auf das Erzgebirge gibt. Aber auch eine Fahrt mit der Fichtelbergbahn, einer von vier Schmalspurbahnen, die heute noch im Erzgebirge unterwegs sind, ist ein Erlebnis. (Text: TVE)

Geschichte des Erzgebirges

Das Erzgebirge – die natürliche Grenze zwischen Sachsen und Tschechien – ist 300 Millionen Jahre alt – und in Europa einzigartig. Geprägt wurde das ostdeutsche Mittelgebirge vor allem durch seine Bergbaukultur. So trägt es seit der Entdeckung großer Erzvorkommen seinen heutigen Namen. Bereits 1168 schürften hier Bergleute nach dem ersten Silber. Auch Zinn und Steinkohle wurden hier gefördert. Nach 1471 setzte um Schneeberg das „große Bergkgeschrey„ ein, das zur Blüte des erzgebirgischen Bergbaus führte. Nirgendwo in Deutschland gibt es heute so viele Sachzeugen aus dem Bergbau des Mittelalters und der beginnenden Neuzeit, so viele Bau- und Kunstwerke mit bergmännischem Bezug wie im Erzgebirge.
Nach dem Niedergang des Bergbaus wurden Holzkunst, Spitzenklöppelei und Posamentenherstellung neue Erwerbszweige. Auch die Uhrmacherei ist im Erzgebirge zu Hause. Außerdem ist die Region eng mit Namen wie Audi, DKW, Wanderer, Auto Union, Barkas, Trabant verbunden, seit August Horch 1904 mit der Konstruktion seiner ersten Fahrzeuge in Zwickau ein Fundament für den deutschen Automobilbau legte. Nach 1945 erlangte der Uranbergbau Bedeutung. Seit 1991 saniert die Wismut GmbH die problematischen Hinterlassenschaften, die seither zum Teil auch touristisch zugänglich gemacht wurden. Zahlreiche Burgen und Schlösser führen ihre Besucher in die Herrschaftszeit sächsischer Adelsgeschlechter zurück.

Handwerk

Als Ende des 16. Jahrhunderts die Erzvorkommen abnahmen und schließlich nicht mehr zum Broterwerb ausreichten, suchten die Bergleute nach einer neuen Lebensgrundlage. Was bei ihnen schon seit Jahrhunderten als Feierabendbeschäftigung verbreitet war, wurde nun zum Beruf: Die Erzgebirgische Volkskunst. Noch immer geben die Erzgebirger ihre einzigartigen Handwerkstechniken wie das Reifendrehen und das Spanbaumstechen von Generation zu Generation weiter. Heute schützt das Siegel „Erzgebirgische Holzkunst„ sogar international die unverwechselbaren und aufwendig gearbeiteten Figuren aus dem Erzgebirge. Rund 220 Werkstätten, vom Familienbetrieb bis zum mittelständischen Unternehmen, arbeiten heute noch mit den überlieferten Techniken. In Schauwerkstätten lassen sich die Holzkünstler über die Schulter schauen.
Damals gewannen auch das Klöppeln, die Posamenten-Herstellung und das Kunstschmieden an Bedeutung. Mit 20.000 aktiven Klöpplerinnen ist das Erzgebirge übrigens DAS Klöppelgebiet Deutschlands.
Tipp: Wer sich einmal selbst handwerklich versuchen möchte, kann das in vielen Werkstätten und Museen tun. Auch für Kinder gibt es zahlreiche Mitmach-Angebote. Die Möglichkeiten reichen von allen Varianten der Holzbearbeitung über Korbflechten, Zier- und Räucherkerzenherstellung bis hin zum Papierflechten. (Text: TVE)

Heimatküche

Griene Kließ und Schwammebrie gehören wie Raacher Maad, der Ardäpplkuchn oder die Grünen Klitscher zur erzgebirgischen Heimatküche. Kartoffeln sind ein Hauptbestandteil der deftigen Mahlzeiten, die Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wecken. Viele Gerichte sind mit dem harten und entbehrungsreichen Alltag der Bergleute und ihren Traditionen verbunden. Wie zum Beispiel das erzgebirgische Weihnachtsessen „Neunerlei„, bei dem jedes der neun Gerichte eine Bedeutung hat.
Tipp: Am besten schmeckt das natürlich zu Hause. Wer keine Familie oder Freunde im Erzgebirge hat, sollte die leckeren Gerichte in den Echt erzgebirgischen Landgasthöfen probieren. (Text: TVE)

Kammweg - Qualitätswanderweg

Einfach mal abschalten, Tiere beobachten, die unberührte Natur und die wunderschöne Landschaft genießen: Unter dem Motto Dachs statt Dax lädt der Kammweg Erzgebirge-Vogtland zu sportlichen Touren ein. Über drei Bundesländer, vier Urlaubsdestinationen und mit möglichen Abstechern nach Tschechien führt der fast 290 Kilometer lange Wanderweg von Altenberg-Geising im Osterzgebirge durch das Vogtland nach Blankenstein in Thüringen. Wer will, kann noch weiter wandern, auf dem Rennsteig, dem Frankenweg und dem Fränkischen Gebirgsweg. Der Kammweg ist der erste Regionen übergreifende zertifizierte Wanderweg in Sachsen und gehört schon jetzt zu den 12 Top Trails, den besten Weitwanderwegen Deutschlands. (Text: TVE)

Kirchen im Erzgebirge

Mit den Silberfunden kam nach und nach auch der Reichtum ins Erzgebirge, und immer mehr Menschen strömten in die Region. Die imposanten und oft reich ausgestatten Hallenkirchen der neu
entstandenen Bergstädte sind Zeugnis dieses Wohlstandes – und der Dankbarkeit der Landesfürsten und Bergleute. Berühmt sind die St. Annen-Kirche (1499-1525) in Annaberg-Buchholz, der Freiberger Dom und der so genannte Bergmannsdom, die St.-Wolfgangs-Kirche (1516-40) in Schneeberg. Sie ist die größte spätgotische Hallenkirche Sachsens. Im Innern kann man einen Altar von Lukas Cranach des Älteren bewundern. Die achteckige Seiffener Bergkirche von 1779 ist als Motiv der Erzgebirgischen Holzkunst verewigt. (Text: TVE)

Kulturschätze im Erzgebirge

Drei große und bedeutende Privatsammlungen zeigen Kulturschätze aus Bergbau, Handwerk und Holzkunst. Die weltweit größte private Mineraliensammlung „Terra Mineralia„ umfasst rund 80.000 Kabinettstücke. Erlebnis- und Informationsbereiche führen in die Welt der glitzernden Bergschätze ein. Die Ausstellung an der TU Bergakademie Freiberg ist eine Dauerleihgabe der Pohl-Ströher-Mineralienstiftung, die von Erika Pohl-Ströher gegründet wurde. Der engagierten Mäzenin hat das Erzgebirge noch mehr Schätze zu verdanken: Seit Oktober 2010 zeigt die Manufaktur der Träume in Annaberg-Buchholz erzgebirgische Volkskunst vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Meisterliche Holzkunst aus der ganzen Welt ist im Daetz-Centrum Lichtenstein zu sehen. Die Kunstwerke erzählen Mythen, Märchen und Legenden und zeigen die ganz unterschiedlichen kulturellen Sichtweisen auf Alltag und Leben.

Landgastgöfe - Echt erzgebirgische

In den urigen Gaststuben der echt erzgebirgischen Landgasthöfe kann man die deftige Heimatküche probieren, nach einem üppigen Essen übernachten und die erzgebirgischen Erlebnisangebote erkunden. Das Siegel „Echt Erzgebirgischer Landgasthof„ steht dabei für garantiert erzgebirgische Gastlichkeit mit regionaltypischen Produkten. Mehr als 20 familiengeführte Gaststätten und Hotels dürfen sich mit dem Qualitätssiegel schmücken. Mit zahlreichen Pauschalangeboten sind sie auch ideale Urlaubsunterkünfte. (Text TVE)

Landurlaub

Blühende Wiesen und duftende Kräuter, urige Landgasthöfe und fröhliche Reiterferien mit der ganzen Familie: Landurlaub ist Erholung im Einklang mit der Natur. Ein besonderes Erlebnis ist eine Kräuterreise durchs Erzgebirge mit Abstechern in Museen, Gärten und zu Direktvermarktern, bei denen man die Kräuterköstlichkeiten kosten kann.
Tipp: Im Dorfmuseum Gahlenz, einem denkmalgeschützten Dreiseitenhof, vermitteln Arbeitsgeräte und Wohneinrichtung einen lebendigen Eindruck von Landwirtschaft, Handwerk und dörflichem Leben in der Zeit vom 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Dazu gehört auch das so genannte "Kretzgärtl" (Kretz = althdt. Kraut), in dem die Bäuerin Blumen, Gemüse, Beeren und Kräuter anbaute. Zum Erntefest im September bietet das Museum Kräuteressig aus eigener Herstellung an. (Text: TVE)

Menschen im Erzgebirge

Sie sind kreativ und ideenreich, kontaktfreudig und aufgeschlossen – und sie haben ihre Ecken und Kanten. Auf jeden Fall aber sind die Erzgebirger echte Spezialisten, wenn es um Gemütlichkeit geht. (Text: TVE)

Mundart im Erzgebirge

Einmal laut singen: „De Sonn steigt hinnern Wald drübn nei, besaamt de Wolken rut, a jeder legt sei Warkzeig hi un schwenkt zen Gruß sann Hut. ‘s is Feierobnd, ‘s is Feierobnd; es Togwark is vollbracht, ‘s gieht alles seiner Haamit zu, ganz sachte schleicht de Nacht.„ Gar nicht so einfach für alle, die nicht aus dem Erzgebirge sind. Erzgebirgisch ist eine der vier Hauptmundarten in Sachsen, wobei die Grenze zu den weiteren Dialekten (Obersächsisch, Vogtländisch und Oberlausitzisch) regional fließend verläuft. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstand sogar eine eigene Mundartliteratur. Das „Feierobnd„-Lied stammt von einem ihrer berühmtesten Vertreter, von Anton Günther. Wer noch mehr kennen lernen möchte, dem sei die Lektüre von Fritz Körner (1873-1930), Hans Soph (1869-1954), Max Wenzel (1879-1946) oder Gottlob Christian Wild (1785- l839) empfohlen. (Text: TVE)

Museen im Erzgebirge

In kaum einer ostdeutschen Region gibt es mehr Museen: Mehr als 120 hat das Erzgebirge. Darunter sind einige wirkliche Entdeckungen wie zum Beispiel der Frohnauer Hammer (1436 erstmals erwähnt) bei Annaberg-Buchholz, das Erzgebirgische Freilicht- und Spielzeugmuseum in Seiffen oder das erste Nussknackermuseum Europas in Neuhausen. (Text: TVE)

Musikschätze im Erzgebirge

Gleich zwei berühmte Künstler sind untrennbar mit dem Erzgebirge verbunden: Robert Schumann, der 1810 in Zwickau geborgen wurde, und Gottfried Silbermann (1683 - 1753), der in Freiberg seine Werkstatt hatte. „Im Erzgebirge können Sie Silber hören. Edle, helle, strahlende Töne – typisch für Gottfried Silbermanns Orgeln„, so schwärmt Albrecht Koch, Kirchenmusikdirektor des Freiberger Doms, über den bedeutenden deutschen Orgelbaumeister, dessen Leben und Werk eng mit der barocken Musikkultur verbunden sind. Noch heute gibt es 31 Orgeln von Silbermann, vier davon allein in Freiberg. Bei zahlreichen Konzerten erwachen die kostbaren Instrumente zum Leben, und auch zum Silbermann Festival kann man sie klingen hören. Denn einmal im Jahr wird das Erzgebirge zur internationalen Musiklandschaft: immer abwechselnd finden das Silbermann Festival und Musikfest Erzgebirge statt. Mit international bekannten Stars soll dieses neue Festival der Region Impulse verleihen. Das ist jedenfalls das erklärte Ziel von Prof. Hans-Christoph Rademann, dem Festivalgründer, der selbst aus Schwarzenberg im Erzgebirge stammt.
Tipp: Das Gottfried-Silbermann-Museum im Kreuzgewölbesaal des Schlosses Frauenstein. Die Ausstellung zeichnet den Lebensweg Silbermanns anschaulich nach. Sehenswert sind vor allem das einzigartige Funktionsmodell einer mechanischen Schleifladenorgel und die Silbermann-Orgelkopie. Seit 1994 finden hier regelmäßig Konzerte statt. (Text: TVE)

Natur im Erzgebirge

Der Naturpark „Erzgebirge/Vogtland„ ist der waldreichste und mit 120 Kilometern der längste Naturpark Deutschlands. Seltene und oft europaweit gefährdete Tier e und Pflanzen haben in der abwechslungsreichen Natur ihre Heimat. Heckenlandschaften mit Steinrücken und Feldgehölzen, Hochmoore in den Kammlagen, Quellmoore in den zahlreichen Bach- und Flusstälern, Berg- und Feuchtwiesen sowie Reste der ursprünglichen Bergmischwäldern bieten vielfältige Lebensbedingungen für unterschiedlichste Arten. (Text: TVE)

Oldtimerträume im Erzgebirge

Freunde der Oldtimer kommen im Erzgebirge voll auf ihre Kosten, denn in Zwickau schuf August Horch Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Gründung von Horch und Audi ein Fundament für den deutschen Automobilbau. In Ausstellungen des August Horch Museum Zwickau sowie in der MZ-Stadt Zschopau oder auf dem Schloss Augustusburg, können Groß und Klein eine Zeitreise durch die Geschichte des Fahrens unternehmen. Vor allem die alljährlich im August stattfindende Oldtimer-Rallye „Sachsen Classic„ zieht Oldtimerbegeisterte in ihren Bann. In drei Tagesetappen führt die Rallye durch die schönsten Gegenden Sachsens. Über 100 Teams beteiligen sich regelmäßig an den Gleichmäßigkeits- und Zuverlässigkeitsprüfungen.
Tipp: In Europas bedeutendstem Motorradmuseum auf dem Renaissanceschloss Augustusburg treffen sich alljährlich Tausende Motorradfans. Hier wird die technische Entwicklung des Motorrades von 1885 bis heute eindrucksvoll erlebbar. Fast alle bedeutenden und technisch interessanten Konstruktionen sind im Original vorhanden. Besonderer Augenmerk liegt auf der Entwicklung der Zschopauer Motorradfirmen DKW, Auto Union und MZ. (Text: TVE)

Persönlichkeiten des Erzgebirges

Silberfunde und schöne Städte: Kein Wunder, dass kreative Köpfe wie Adam Ries, Gottfried Silbermann und Robert Schumann gern in dieser Region lebten. Von hier aus wurden sie weltberühmt. Adam Ries, der vor über 500 Jahren in Annaberg lebte und lehrte, ist als „Vater des modernen Rechnens„ bereits Grundschülern bekannt. Ihm ist es zu verdanken, dass die unhandlichen römische Zahlen durch die heute gebräuchlichen arabischen Zahlen ersetzt wurden. Heute noch kennt man den Spruch „Das macht nach Adam Ries ...„.
Bekanntester Erzgebirger der Gegenwart ist Jens Weißflog. Mit drei Olympia-Siegen, zwei WM-Goldmedaillen und zahlreichen weiteren Preisen ging er als einer der erfolgreichsten Skispringer aller Zeiten in die Annalen ein. Heute ist er Erzgebirgshotelier in Oberwiesenthal. Weitere berühmte Persönlichkeiten wurden im Erzgebirge geboren oder wirkten hier, etwa der Komponist Robert Schumann (in Zwickau geboren), der Orgelbaumeister Gottfried Silbermann (bei Frauenstein geboren), Georgius Agricola, der Begründer der modernen Montanwissenschaft, und der Barockdichter Paul Fleming (Verweis: Zahlen und Fakten).
Tipp: Im Jens Weißflog Appartementhotel ist 900 Meter über dem Meeresspiegel Skisprunggeschichte erlebbar. Die Medaillen und Pokale des berühmten Skispringers können im Hotel besichtigt werden. Die Appartements tragen nicht nur die Namen bekannter Skisprung-Weltcup-Orte, in denen Weißflog seine Medaillen errang, sondern werden Stück für Stück auch optisch an den jeweiligen Ort angepasst. (Text: TVE)

Radfahren und Mountainbiken im Erzgebirge

Ob romantisch entlang der Flusstäler auf den großen Radwegen wie dem Muldentalradweg, dem Zschopautalradweg oder dem Flöhatalradweg oder sanft bergauf zum Erzgebirgskamm, ob sportlich anspruchsvoll oder familiengerecht – Radfahren macht im Erzgebirge richtig Spaß. Entlang der Strecken sorgen unberührte Natur, weite Rundblicke, schöne Bergstädte, Mühlenromantik, Museen, Kirchen und Talsperren für viel Abwechslung. Ob für Trecking-, Renn- oder Elektrorad – oder sogar als Kombination aus Radfahren, Wandern und Eisenbahn: Für alle Ansprüche gibt es das passende Angebot.
Auch für Mountainbiker ist das Erzgebirge wegen seiner sanften Steigungen und Abfahrten sowie vieler Forst- und Wanderwege ein Eldorado, zumal hier die Wiege des deutschen Mountainbikesport steht: 1993 wurde in Seiffen der erste Mountainbike Marathon Deutschlands ausgetragen. Heute ist der Erzgebirgs-Bike-Marathon (EBM) mit jährlich über 1.000 Teilnehmern eine Kultveranstaltung.
Tipp: In Seiffen startet ein grenzüberschreitender Mountainbike-Trail. Über 32 Kilometer führt die Rundtour ohne große Höhenunterschiede über Deutschneudorf und das tschechische Leśna wieder zurück nach Seiffen. Mountain-Biker erwartet hier eine technische einfache Tour für die mittlere Kondition, die kulturellen Austausch der sportlichen Art verspricht. (Text: TVE)

Rodeln im Erzgebirge

Altenberg ist die Rodelhauptstadt des Erzgebirges. Die Rennschlitten- und Bobbahn ist eine der modernsten und anspruchsvollsten Kunsteisbahnen der Welt. Jedes Jahr steht Altenberg fest im Terminkalender internationaler Rennrodler, Skeleton- und Bobpiloten. Unter anderem fanden hier bisher sechs Weltmeisterschaften im Bob, Rennrodel und Skeleton statt. Ganzjährig werden Bobbahnführungen angeboten. Alle Wintersportgebiete im Erzgebirge warten mit Rodelhängen auf. In Marienberg werden im Winter sogar Straßen als Rodelstrecke umfunktioniert. Zwei große Naturrodelbahnen in Oberwiesenthal und am Hemmschuh (Rehefeld) bieten Rodelspaß par excellence für die ganze Familie. Und wer auch im Sommer nicht auf das Rodelvergnügen verzichten will, sollte einen Ausflug zur Sommerrodelbahn in Seiffen einplanen.
Tipp: Adrenalin pur verspricht der Gästebob der Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg. Auf den Spuren der Bob-Weltmeister jagt der Besucher an Bord eines originalen 4er-Bobs mit 100 Stundenkilometern über 11 steile Kurven den Eiskanal hinunter und wird von einem erfahrenen Piloten und Bremser sicher ins Ziel gebracht. (Text: TVE)

Spielzeugland Erzgebirge

An den Werkbänken streichen geübte Hände mit feinen Pinseln über die Körper von Holzpferdchen. Weiße Augen und ein brauner Schweif – jedes Detail ist von Hand gemacht, wie die Tiere selbst. Sie werden aus einem Holzreifen geschnitten. Reifendrehen wird diese Technik genannt. Sie ist wie das Spanbaumstechen eine Holzbearbeitungsmethode, die es nur im Erzgebirge gibt. Noch heute wird dieses unverwechselbare Kunsthandwerk vor allem im "Spielzeugdorf" Seiffen, gepflegt und ist vielerorts zu bestaunen. Übrigens werden heute nur noch im Erzgebirge und nirgends sonst auf der Welt Holzspielzeugmacher ausgebildet.
Tipp: Wer sehen möchte, wie das traditionelle Holzspielzeug von Hand entsteht, besucht am besten eine der Schauwerkstätten oder die Spielzeugregion um Seiffen und Olberhau. (Text: TVE)

Silberstraße

Sie erzählt die Geschichte des glänzenden Metalls, das diese Region so prägte - die Silberstraße. Wie ein silberner Faden durchzieht dieser alte Handelsweg die Region von Zwickau bis nach Dresden und grenzübergreifend bis nach Tschechien und verbindet die Kulturschätze des Erzgebirges miteinander. Auf etwa 275 Kilometern zeigt die heutige Ferienstraße eindrucksvoll, wie der Alltag damals ausgesehen haben muss und wie das Silber seinen Weg aus den Stollen in die königlichen Schatzkammern fand. Auf Entdeckungstour laden knapp 30 Besucherbergwerke, historische Bergstädte mit ihren prächtigen Hallenkirchen und zahlreiche Bergbaudenkmale ein.
Tipp: Im größten sächsischen Besucherbergwerk, dem Besucherbergwerk Freiberg, geht es mit dem Förderkorb 150 Meter in die Erde hinein. Auf verschiedenen Touren kann der Besucher 700 Jahre Freiberger Bergbaugeschichte erleben. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Tropfsteine mit ihren verschiedenen Farben. (Text: TVE)

Schaubergwerke

Mit „Glück Auf„, dem Gruß der Bergleute begrüßen über 20 Schaubergwerke im Erzgebirge ihre Besucher und entführen sie auf eine Abenteuer- und Entdeckungstour durch die mehr als 800-jährige Bergbaugeschichte vom Silber- über den Steinkohle- bis zum Uranbergbau. Die Unter- und Übertageanlagen, etwa in Freiberg, Pöhla, Deutschneudorf (Fortuna Bernstein Stolln) oder der Frohnauer Hammer in Annaberg-Buchholz gehören zu den Touristenmagneten der Region. Die Bergbaumuseen in Altenberg und Oelsnitz/Erzg. geben eindrucksvolle Einblicke in die Bergbaugeschichte.
Tipp: Ob mitreißender Dixieland-Sound unter Tage oder exotische Trommelklänge inmitten großer Produktionshallen – die jährlich stattfindenden Kulturtage „artmontan„ begeistern ihr Publikum mit Events, die den Berg, das Bergwerk und die Werkhalle erlebbar machen. (Text: TVE)

Städte im Erzgebirge

Als die Erzgebirger vor mehr als 800 Jahren die reichen Erz- und Kohlevorkommen in ihren Böden entdeckten und begannen, diese Schätze zu heben, entstanden unzählige Stollen und Schächte, Hammerwerke und Schmelzhütten. Tausende Menschen folgten dem Ruf des Silbers. Mit dem Erlös der harten Arbeit errichteten die sächsischen Landesfürsten wunderschöne (Berg)-Städte. Als älteste der sächsischen Bergstädte entstand Ende des 12. Jahrhunderts Freiberg. Aber auch Marienberg, Schneeberg, Annaberg-Buchholz, Altenberg, Augustusburg, Brand-Erbisdorf, Dippoldiswalde, Eibenstock, Frauenstein, Schwarzenberg, Stollberg und Wolkenstein sind mit ihren historischen Stadtkernen, typischen Sehenswürdigkeiten und Bezügen zur jahrhundertealten Bergbaugeschichte oder anderen Erzgebirgstraditionen beliebte Ausflugsziele.
Tipp: Jenen, die den Silberschatz damals bargen, zollen die Erzgebirger Dank: Jedes Jahr ziehen meist zur Weihnachtszeit traditionell gekleidete Bergmänner mit ihren Kapellen in den Städten auf. Bei diesen imposanten Bergparaden ahnt der Betrachter, welch wertvolle Arbeit die Bergleute verrichteten. (Text: TVE)

Theater im Erzgebirge

In der Bilderbuchkulisse des Erzgebirges bieten zwei Theater und eine große Open-Air-Bühne abwechslungsreichen Kulturgenuss in der Region – von Konzerten und Schauspiel bis Oper, Ballett und
Puppentheater. In Freiberg, Heimat des Mittelsächsischen Theaters Freiberg/Döbeln wurde 1800 Carl Maria von Webers erste Oper, „Das stumme Waldmädchen„, uraufgeführt. Das Freiberger Theater ist seit 1791 im Besitz der Stadt und damit nach eigenen Angaben ältestes mit eigenem Ensemble spielende Stadttheater der Welt. Das Zwei-Sparten-Theater Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg (Eröffnung 1893) bespielt zusammen mit der Erzgebirgischen Philharmonie Aue die Region. Inmitten des Greifensteingebietes werden während der Sommermonate auf einer beeindruckenden Felsenbühne Operetten, Musicals und musikalische Märchen aufgeführt.
Tipp: Die Waldbühne Schwarzenberg ist mit etwa 15.000 Plätzen in einem Granitsteinbruch größte Freilichtbühne Sachsens. Stars wie Peter Maffay, Herbert Grönemeyer oder Joe Cocker spielten in dieser Open-Air-Location bereits vor tausenden von Zuschauern. (Text: TVE)

Wandern im Erzgebirge

Mitten in Deutschland, im Erzgebirge, finden Wanderfreunde ihr Paradies. Bis auf 1215 Meter geht es auf den Fichtelberg, den höchsten Berg Ostdeutschlands. Über 5.000 Kilometer markierte Wege führen Wanderer durch naturbelassene Landschaften und romantische Flusstäler. Dazu gibt es Natur-, Bergbau- und Heimatgeschichte zum Anfassen – etwa 100 Museen, Schlösser, Burgen und Sehenswürdigkeiten liegen am Wegesrand. Drei international bedeutsame Wanderwege durchqueren das Erzgebirge: Die Europäischen Fernwanderwege E3 und Eisenach-Budapest sowie der Kammweg Erzgebirge-Vogtland, der im Jahr 2011 zu einem der zwölf Top Trails Deutschlands gekürt wurde. Entlang der Wanderstrecken befinden sich über 20 Beherbergungsstätten, denen der Deutsche Wanderverband das Siegel „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland„ verliehen hat. Sie bieten besonderen Komfort für Wanderer, wie zum Beispiel Wetterinformationen oder Trockenmöglichkeiten für Ausrüstung und Bekleidung.
Tipp: In den schönsten Wandermonaten Mai und September lassen es sich die Erzgebirger nicht nehmen, ihre Besucher persönlich durch die Region zu führen. Auf Rundwanderungen zu wechselnden Themen präsentieren sie die schönsten Schlösser, Burgen und Sehenswürdigkeiten ihrer Heimat. Die „Wanderwochen echt Erzgebirge„ finden jeweils vom 3. Samstag bis 4. Sonntag im Mai und September statt. (Text: TVE)

Weihnachtswunderland Erzgebirge

Im Erzgebirge steht die Wiege der deutschen Weihnachtstradition. Mit ihr verbundene Bräuche sind tief in der erzgebirgischen Bergbaugeschichte verwurzelt, denn das Leben der Bergleute spielte sich zu großen Teilen unter Tage ab – im Dunkeln. Es war ihre Sehnsucht nach Licht, die uns heute den warmen Schein von Schwibbögen und Kerzen in den Fenstern beschert.
Vor allem in der Adventszeit präsentieren die Erzgebirger stolz ihre liebevoll hergestellten Nussknacker, Räuchermänner und Engel. Dann drehen sich in den warmen Stuben die Pyramiden und in den Fenstern erstrahlen bezaubernde Schwibbögen. Einheimische kommen zum Hutzenabend zusammen, erzählen sich Geschichten, singen Lieder und erwecken alte Bräuche zum Leben. Überall duftet es nach frischem Stollen und gebrannten Mandeln. In diesen Tagen begleiten feierliche Fanfarenklänge die Bergleute beim Aufmarschieren in ihren prächtigen Trachten.
Tipp: Auf insgesamt 35 Weihnachtsmärkten im Erzgebirge laden Buden mit erzgebirgischer Holzkunst, Spielwaren, Christbaumschmuck, Kerzen und weihnachtliche Düfte nach Leckereien ein. Vielerorts werden die Weihnachtsmärkte mit dem traditionellen Pyramidenanschieben oder Anlichteln eröffnet. Der Weihnachtsmann schaut schon einmal vorbei. (Text: TVE)

Wellness im Erzgebirge

Die Erzgebirger sind Experten, wenn es darum geht, sich zu entspannen. Schließlich leben sie inmitten einer Oase mit Thermalquellen, Kurangeboten und Heilstollen. Seit Jahrhunderten sprudeln die ältesten Thermalquellen Sachsens im Erzgebirge. Im Kurort Warmbad lockt die älteste und wärmste Heilquelle Sachsens, die seit über 600 Jahren therapeutisch genutzt wird. Im Thermalbad Wiesenbad lädt die Therme "Miriquidi" mit frischem Thermalwasser der Georgsquelle zum Bade ein. Das radonhaltige Heilwasser in Bad Schlema stärkt das Immunsystem und lindert Schmerzen. Und das "Raupennest" in Altenberg verbindet auf einzigartige Weise die konventionelle Medizin mit alternativen Heilmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin und Osteopathie.
Tipp: Im Heilstollen im Schaubergwerk Ehrenfriedersdorf werden Atemwegserkrankungen oder Neurodermitis wirksam behandelt. Bei einer Lufttemperatur von 7 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100 % ist die Atemluft nahezu staub- und allergenfrei. Die heilende Wirkung der Höhlentherapie ist inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen. (Text: TVE)

Wintersport im Erzgebirge

Das Erzgebirge ist eines der bedeutendsten Wintersportzentren Deutschlands, denn in den kalten Monaten gibt es hier zuverlässig reichlich Schnee. Wintersportbegeisterte schätzen den alpinen Reiz des Erzgebirges, das aus vielen Regionen ohne lange Anreise erreichbar ist. Am Fichtelberg sind zehn Skipisten mit einer Gesamtlänge von über 15 Kilometern, drei Doppelschleppliftanlagen, eine Vierersesselbahn und eine Großkabinenbahn in der Regel zwischen November und März in Betrieb. Zu ausgedehnten Skiwanderungen laden die unberührten Landstriche der Region ein, etwa Carlsfeld im Westerzgebirge oder der Geyersche Wald im mittleren Erzgebirge. Insgesamt bietet das Erzgebirge 1.000 gespurtes Loipennetz.
Tipp: Deutsch-tschechischen Austausch der besonderen Art bietet die „Skimagistrale„. Sie schließt direkt an die Kammloipe an und verläuft vom westerzgebirgischen Johanngeorgenstadt bis ins osterzgebirgische Deutschgeorgenthal abwechselnd auf deutscher und böhmischer Seite. (Text: TVE)